Regionales Historisches Museum – Veliko Tarnovo

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Das Regionale Geschichtsmuseum – Veliko Tarnovo ist eines der größten Museen Bulgariens. Seine Filialen befinden sich in der Stadt Veliko Tarnovo, in den nahe liegenden Dörfern Arbanasi, Nikyup, Griechen-Viertel (Mahala Gartsite) sowie in der Stadt Kilifarevo.
Das Museum umfasst folgende Objekte und Ausstellungen, die den Besuchern verschiedene Geschichtsepochen vorstellen – von der römischen und frühbyzantinischen Epoche, über das mittelalterliche Bulgarien, die Bulgarische Wiedergeburt bis in die Zeit nach der Befreiung und die Gegenwart: Architektonisches Freilichtmuseum „Tsarevets“, Kirche „Hl. Petar und Pavel“, Kirche „Hl. Dimitar“, Kirche „Hl. Georgi“, Kirche „Rozhdestvo Hristovo“ (Christi Geburt) – Arbanasi, Kirche „Hl. Erzengel Michael und Gabriel“ – Arbanasi, Kirche „Hl. Dimitar“ – Arbanasi, Kirche „Hl. Georgi“ – Arbanasi, Kirche „Hl. Atanas“ – Arbanasi, Museum „Hadzhi Iliev Haus“, Archäologisches Museum, Museum „Wiedergeburt und Konstituierende Versammlung“, Museum „Neue und Neueste Geschichte“, Museum „Zatvor“ (Gefängnis), Museum „Sarafkin-Haus“, Haus-Museum „Petko R. Slaveykov“, Architektonisches Freilichtmuseum „Arbanasi“, Museum „Konstantsaliev-Haus“, Historisches Museum Kilifarevo, Haus-Museum „Filip Totyu“, Archäologisches Freilichtmuseum „Nikolpolis ad Istrum“, Ethnografischer Komplex „Osenarska Reka“ (Osenar-Fluss), Haus „Leon Filipov“.
Das Archäologische Museum befindet sich westlich des Saedinenie-Platzes in Veliko Tarnovo. Hier veranschaulichen chronologisch geordnete Artefakte die tausendjährige Geschichte und Kultur der Region.
Im ersten Ausstellungsraum sind die ältesten Exponate zu sehen, die aus dem Neolithikum datieren (5.700 – 5.000 v. Chr.). Ausgesprochen wertvolle Ausstellungsstücke sind der Boden eines Keramikgefäßes mit einem vorschriftlichen System aus dem Neolithikum und Goldschätze.
Im zweiten Ausstellungssaal werden Errungenschaften aus der Antike, die Entwicklung von Keramik, Plastik und Juwelierkunst in der Region gezeigt.
Der dritte Ausstellungssaal ist der Zeit von Tarnovo als Reichshauptstadt des mittelalterlichen Bulgariens gewidmet. Die Exponate – königliche Siegelringe, von bulgarischen Zaren geprägte Münzen u.a. – veranschaulichen die Blüte der Kultur während des Zweiten Bulgarenreiches (1185-1393).
Das auf dem gleichnamigen Hügel gelegene Architektonische Freilichtmuseum „Tsarevets“ ist landesweit eines der bedeutendsten mittelalterlichen Kulturdenkmäler. Der Hügel ist bereits seit dem III. Jahrtausend v. Chr. besiedelt, seine erste Festungsmauer datiert aus dem V.-VI. Jahrhundert. Der Reichshauptstadt-Komplex erstreckt sich auf den Hügeln Tsarevets, Trapesitsa, Momina Krepost und Sveta Gora. Der Standort für den Palast- und Patriarchen-Komplex war gerade eben aufgrund der natürlichen Unzugänglichkeit des Geländes gewählt worden. Heute ist die Patriarchenkirche mit dem Glockenturm wieder vollständig hergestellt.
Die Kirche „Hl. Dimitar“ befindet sich am östlichen Fuß des Trapesitsa-Hügels. 
Ihre Geschichte ist mit dem Aufstand von Asen und Petar (1185) verbunden, der zur Wiederherstellung des Bulgarischen Reiches führt. In dieser Kirche wurden die Zaren Petar (Regierungszeit 1185- 1197), Asen (1186- 1196) und Kaloyan (1197-1207) gekrönt.
Die Kirche „Hl. Petar und Pavel“ befindet sich am Fuße des Nordhangs des Tsarevets-Hügels. Erbaut wurde sie unter Zar Kaloyan (1197- 1207). Nach 1393 hatte sie, einschließlich des um sie errichteten Klosterkomplexes, die Funktion einer Patriarchenresidenz.
Interessant sind auch die spätmittelalterlichen Kirchen „Hl. Georgi“ in Veliko Tarnovo sowie die Kirchen „Rozhdestvo Hristovo“ (Christi Geburt), „Hl. Erzengel Michael und Gabriel“, „Hl. Dimitar“, „Hl. Georgi“ und „Hl. Atanas“ im Dorf Arbanasi.
Über das Leben zur Zeit der Bulgarischen Wiedergeburt (XVIII. – XIX. Jahrhundert) erfahren die Gäste von Veliko Tarnovo im Haus-Museum „Filip Totyu“ sowie im Ethnografischen Komplex „Oserska Reka“ im Griechen-Viertel 40 km südlich von Veliko Tarnovo. Im Komplex sind ein für diesen Teil des Balkans typisches Wohngebäude sowie eine funktionierende Walk- und eine Wassermühle zu sehen.
Man kann aber auch die Museen „Konstantsaliev-Haus“ und „Hadzhi-Iliev-Haus“ im 6 km von Veliko Tarnovo entfernt gelegenen Arbansi besuchen oder das Historische Museum in Kilifarevo 11km südlich der alten Reichshauptstadt. Arbanasi ist ein herrliches architektonisches Freilichtmuseum, in dem die Zeit scheinbar stehen geblieben ist. Hier hat jedes Haus seine eigene Geschichte. Im Dorf gibt es zudem einige Kirchen und zwei Klöster.
Ein sehr interessantes Museum ist auch das „Sarafkin-Haus“ in Veliko Tarnovo, das einen Einblick in das ethnografische Antlitz der Region Ende XIX. – Anfang XX. Jahrhundert gibt, als auch das Haus-Museum „Petko R. Slaveykov“ – das Geburtshaus des großen bulgarischen Lyrikers und Publizisten.
Über die Geschichte Bulgariens nach der Befreiung von der osmanischen Fremdherrschaft (1878) erzählt das Museum „Wiedergeburt und Konstituierende Versammlung“. Dieses ist in dem Gebäude untergebracht, in dem die denkwürdigen Ereignisse zur Verabschiedung der „Verfassung von Tarnovo“ (1879) nach der Befreiung vom osmanischen Joch stattfanden. Das Gebäude ist ein Werk des bulgarischen Baumeisters Kolyu Ficheto (1800 – 1881) und diente zuvor als Konak (Polizeipräsidium im Osmanischen Reich). Aufgrund dieser Tatsache liegt auch das einzigarte Museumsgefängnis ganz in der Nähe. Hier bekommt man einen Eindruck vom Interieur einiger Zellen als auch der Strafzelle, die während der Befreiungskriege genutzt wurden.
Unweit des Gefängnisses befindet sich ferner das Museum „Neue und Neuste Geschichte“ mit zahlreichen Exponaten, Foto- und Dokumentenmaterial von historischen Ereignissen aus der jüngsten Geschichte Bulgariens.
Das Archäologische Freilichtmuseum „Nikopolis ad Istrum“ befindet sich 20 km nördlich von Veliko Tarnovo. Es umfasst die Überreste der gleichnamigen römischen und frühbyzantinischen Stadt, die von Kaiser Trajan (98 – 117) zu Ehren des römischen Sieges über die Daker Anfang II. Jahrhundert erbaut wurde. Aufgrund ihrer Lage am Kreuzweg zweier Hauptstraßen – von Odesos (Varna) über Serdika (Sofia) in die Westprovinzen und von Nove (Svishtov) nach Byzantion (Istanbul) und weiter über die Meerengen in die kleinasiatischen Provinzen – war die Stadt von strategischer Bedeutung. In der zweiten Hälfte des II. Jahrhunderts wurde die Stadt mit soliden Festungsmauern versehen. Heute kann man die antiken Straßen, die zentrale Straßenkanalisation, die Ruinen eines kleinen Theaters und des zentralen Stadtplatzes, die Überreste von Säulengängen und  einer öffentlichen Toilette mit Teilen einer öffentlichen Badeanstalt besichtigen.
Die Museumsfilialen des Regionalen Geschichtsmuseums in Veliko Tarnovo haben verschiedene Einlass- und Öffnungszeiten.
Nähere Auskunft erhalten Sie im Reiseleiter-Büro am Zar Asen Platz 1. Von hier aus sind die Sehenswürdigkeiten in der Stadt zu Fuß in max. 10 min. erreichbar – die Sehenswürdigkeiten außerhalb der Stadt in einer max. halbstündigen Autofahrt.

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