Rhodopen-Karst-Museum – Chepelare

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Das Rhodopen-Karst-Museum in Chepelare besteht seit 1980. Es ist das einzige Museum dieser Art auf der Balkanhalbinsel.
Die Exposition beginnt im Bereich Geologie. In mehreren Vitrinen sind effektvolle Höhlenmineralien zu sehen. Auch enthält die Sammlung Mineralien, die an der Erdoberfläche anzutreffen- und typisch für die Rhodopen-Region sind – Achate, Korund sowie andere Edel- und Halbedelsteine.
Die Entwicklung der Höhlenforschung in Bulgarien kann im Ausstellungsraum über die 80-jährige Speläologie-Geschichte des Landes verfolgt werden. Die Sammlung enthält u.a. eine einzigartige Petromax-Lampe, die Ivan Buresh (1885-1980) gehörte – einem Zoologen und Entomologen, der als Erster in Bulgarien damit begann, die Bewohner der Höhlen zu erforschen und dabei neue, der Wissenschaft bis dato unbekannte Arten entdeckte.
Darüber hinaus besitzt das Speläologie-Museum eine reichhaltige Sammlung verschiedener Arten Fels- und Höhlengesteine.
Besonderes Interesse zeigen die Besucher an den Sammlungen der Bereiche Biospeläologie und Paläontologie. Im Bereich Biospeläologie sind in Höhlen lebende Arten ausgestellt, wobei in den bulgarischen Höhlen vorwiegend Wirbellose leben – Spinnen, Heuschrecken, Krebse, Tausendfüßler, Käfer. Eines der interessantesten Exemplare ist der Käfer namens „Lichthasser“, für den jegliches Licht tödlich ist.
In der Paläontologie-Sammlung werden Höhlentiere aus der Vergangenheit gezeigt. In den Höhlen des Rhodopen-Gebirges wurden zahlreiche Gebeine vom Höhlenbär entdeckt. Ein aus echten Knochen rekonstruiertes Skelett eines solchen Höhlenbewohners ist ebenfalls in der Ausstellung zu sehen. Dieser Bär war ein Säugetier mit beeindruckenden Körpermaßen, der aufgerichtet bis zu 4,5 m groß war. Seit der letzten Eiszeit ist diese Art ausgestorben. Zudem erfahren die Besucher hier die interessante Einzelheit, dass die Höhlen in der Region in der Vergangenheit auch von Höhlenleoparden bewohnt wurden. Im Museum ist ein Teil des Unterkiefers eines Leoparden zu sehen. Dieser ist der älteste Knochenfund dieser Art in Europa. Das Museum beherbergt zudem Überreste von Nashörnern, die vor Tausenden Jahren in den hiesigen Höhlen gelebt haben. Die meisten der betagtesten Exponate stammen aus der Yagodina-Höhle und sind 6.000 Jahre alt.
Im Museum sind Informationsmaterialien und Postkarten erhältlich.

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