Rupite

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„Rupite” ist der Name eines Schutzgebietes, das ca. 10 km von Petrich und 2 km vom gleichnamigen Dorf entfernt liegt und sich am östlichen Fuße des erloschenen Vulkans Kozhuh-Planina (281m) befindet. Die Erhebung ist vulkanischen Gesteins. Ihren Namen verdankt sie der Ähnlichkeit mit einem übergeworfenen Pelz (Kozhuh – Pelz). 1962 wurden 0,4 Hektar des Kozhuh-Gebiets zur Natursehenswürdigkeit erklärt.
Das Schutzgebiet Rupite ist durch seine heilkräftigen Mineralquellen bekannt, die 74°C warm sind und eine Ergiebigkeit von 35l/sec. haben. Das Klima in der Gegend hat Übergangs- und Mittelmeercharakter, weswegen hier Mittelmeervegetation sowie einige wärmeliebenden Tierarten anzutreffen sind. Der natürliche Auwald ist hauptsächlich mit Silber-Pappeln(Populus Alba) bewachsen.
Das Schutzgebiet Rupite sowie das Kozhuh-Planina-Gebirge sind die Heimat verschiedener Schlangenarten. Hier ist die als seltene Art geltende Europäische Katzennatter (Telescopus fallax) anzutreffen. Im Schutzgebiet Rupite sind 201 Vogelarten gelistet, darunter eine Reihe von Mittelmeerarten, die nur selten in anderen Teilen des Landes beobachtet werden können. Hier verläuft die Via Aristoteles – einer der beiden Hauptzugvogelrouten durch Bulgarien. Im Schutzgebiet sind u.a. der Olivenspötter (Нippolais olivetorum), der Maskenwürger (Lanius nubicus) und der Schwarzstirnwürger (Lanius minor) heimisch. Während des Vogelzugs und in den Wintermonaten macht hier zudem die weltweit vom Aussterben bedrohte Zwergscharbe (Phalacrocorax pygmaeus) Station.
An den Südhängen und am Fuße des Koshuh-Vulkanbergs befinden sich die Überreste einer antiken Stadt aus dem IV. Jh. v. Chr. – VI. Jh. n.Chr. Wissenschaftlern zufolge handelt es sich dabei um die Hauptstadt Herakleia Sintike des thrakischen Stamms der Sinti.
Im Rupite-Gebiet befindet sich die 1994 erbaute Gedächtniskirche „Sveta Petka Balgarska“.
Das Gebiet wird vor allem mit der Seherin Wanga in Verbindung gebracht, weswegen es von Tausenden Gläubigen und Touristen besucht wird. Vangelia Gushterova (1911 – 1996), so ihr eigentlicher Name, ist weltweit durch ihre zahlreichen Prophezeiungen bekannt, die sich im Nachhinein erfüllten. Einer Überlieferung nach verlor Wanga als junges Mädchen bei einem Sturm ihr Augenlicht und hatte daraufhin ihre erste Vision, die den Grundstein für ihre phänomenalen Fähigkeiten legte. Ihre letzten Lebensjahre verbachte sie in einem kleinen Haus im Rupite-Gebiet. Ihren Verwandten nach sei die Gegend für Wanga eine Energiequelle gewesen aus der sie Kraft geschöpft habe. Der Kirchenbau wurde von Wanga finanziert und ist besonders in Bezug auf die Wandmalereien von Interesse. Diese sind ein Werk von Svetlin Rusev und weichen in ihrer Realitätsnähe vom orthodoxen Kanon ab. Obwohl das Gotteshaus nicht nach den Regeln der orthodoxen Kirche erbaut wurde, zieht es aufgrund seines Bezugs zu Baba Wanga Tausende Pilger und Touristen an.

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