Steinerne Pilze – Natursehenswürdigkeit

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Die „steinernen Pilze“ sind Felsgebilde, die sich östlich des Dorfes „Beli Plast“ auf der Verkehrsverbindung zwischen den Städten Kardzhali und Haskovo befinden. Das Schutzgebiet ist drei Hektar groß, wobei die Felsgebilde Mitte der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts zu Natursehenswürdigkeiten erklärt wurden (Verordnung Nr. 1427 vom 13.05.1974).
Die Felsgebilde haben die Form von Pilzen, wobei die Stämme in blassroten Tönen und die Hüte in grünlichen Tönen gehalten sind. Höhe und Breite der einzelnen Gebilde beträgt bis zu 2,50 Meter. Sie bestehen aus vulkanischem Riolit-Tuff, der während des Paläogen unter Wasser entstanden ist. Nach der Hebung des Bodens und des Zurückweichens des Meeres war das Gestein der Erosion ausgesetzt. Die untere Schicht erwies sich als anfälliger gegenüber der zerstörerischen Kraft von Sonne, Wind und Regen. Die obere Schicht enthält wiederstandfähigere Minerale, einschließlich Glas, was eine langsamere Verwitterung zur Folg hatte. Auf diese Weise entstanden in den Jahrtausenden die wunderlichen Formen in ihren unterschiedlichen Farben.
Eine Legende weiß folgendes über die Entstehung dieser Gebilde zu berichten: Einst lebte in der Festung Perperikon ein Köhler namens Raduil mit seinen vier schönen Töchtern. Eines Morgens, als sie auf dem Weg zum Brunnen waren, um Wasser zu holen, erspähten sie eine Horde feindlicher Krieger. Sie eilten schnell zur Festung zurück, um die anderen zu warnen, aber schon entbrannte eine schwere Schlacht, bei der sich die Angreifer als die stärkeren erwiesen. Viele Männer fielen und ein Großteil ihrer Frauen wurde geraubt. Unter ihnen befanden sich auch die Töchter von Raduil. Man führte alle Frauen vor dem Anführer der Fremden, der hoch zu Ross saß. Er wollte sich die schönsten für sich aussuchen – die anderen sollten als Sklavinnen verkauft werden. Als er jedoch herankam, um sich die Frauen aus nächster Nähe zu besehen, ergriffen die mutigen Töchter von Raduil alles was auf dem Boden lag – Steine und Äste – und bewarfen damit den Anführer. Sein Pferd erschrak, bäumte auf und der Reiter fiel zu Boden. Kaum war das geschehen, stürzten sich die vier jungen Frauen auf ihn und schlugen ihn tot, woraufhin sie in den nahen Wald flüchteten. Der beste Freund des Anführers der Fremden nahm die Verfolgung auf. Erst am Abend konnte er sie einholen, holte mit dem Schert aus und hieb einer der Frauen den Kopf ab. Als dieser zu Boden fiel verwandelte er sich in einen steinernen Pilz. Das gleiche Schicksal ereilte zwei weitere Töchter von Raduil. Noch bevor der Rächer der vierten den Kopf abschlagen konnte, verwandelte auch sie sich in Stein. Erst da packte ihn das Grausen, doch noch ehe er die Stätte des scheuerlichen Geschehens verlassen konnte, verwandelte auch er sich – im Gegensatz zu den Frauen aber in einen abseits stehenden schwarzen Felsen. Auch heute noch nennen ihn die Bewohner dieser Gegend so: „Karatepe“ (türkisch: schwarzer Hügel).

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