Thrakisches Heiligtum in Dorf Tatul

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Eines der erhabensten megalithischen Denkmäler, gefunden in unserem Land, ist das thrakische Heiligtum in der Nähe des Dorfes Tatul, in der Gemeinde Momchilgrad. Es befindet sich nur 200 m weit von dem Dorf und etwa 15 km weit von Momchilgrad.
Das Heiligtum ist ein Gesteinskörper, und seine Spitze schaut wie ein Pyramidenstumpf aus. Der Komplex besteht aus zwei Sarkophagen, eine viereckige Grundlage für den Hauptaltar und einen drei Meter tiefen Ziehbrunnen. Der Komplex existiert seit dem Ende des V. Jahrtausends und dem Anfang des ІV. Jahrtausends v. Chr. Davon zeugen die Tongefäße, die in der Region gefunden wurden.
Die Felspyramide und die Gruft in ihrer Nähe, wurden ХVІІІ – ХІ. Jahrhundert v. Chr. aufgebaut. Zu dieser Zeit erlebte das Heiligtum seinen ersten großen Frühling. Ringsum wurde einen Kreis aus Tonaltären formiert, wo Opfergaben dargeboten wurden. Hunderte von Kultgegenständen wurden gefunden – menschlichen Tongötzen und Wirbel für Spindel, Gefäßmodelle, Gegenstände aus Bronze und Abbildungen des Sonnengotts.
Während Ausgrabungen in 2004 – 2007, wurden auch einzigartigen Objekte aus Ton gefunden, die sich auf den Kult mit der Sonne beziehen – drei Räder für Modelle von einem Himmelswagen und ein Teil von einer goldenen Maske.
Im ХІІІ – ХІІ. Jahrhundert v. Chr. wurde das Heiligtum durch Erdbeben beschädigt. Die Historiker glauben, dass die Sarkophage, der Pyramidenstumpf und die seitliche Kammer die Grabstätten von Orpheus und von dem thrakischen König Rhesos darstellen. Laut der Mythologie herrschte Rhesos im südlichen Teil der Rhodopen und er nahm an dem legendären Trojanische Krieg teil.
Während der Antike wurde eine massige Steinmauer aus rießigen Blöcken mit der Form eines Parallelepipeds aufgebaut. Innerhalb des Heiligtums wurden ein paar Gebäude gefunden. Eines davon ist ein wunderschöner Tempel mit erhaltenen 6 m hohen Wänden. Aus der Antike wurde eine ganze Serie aus Bronzeringen – Stempel gefunden.
Während der ersten Jahre nach Christus wurde in der Region des Heiligtums Bauaktivität registriert. Das erneute Heiligtum existiert bis zu den Fünfzigern – Sechzigern des І. Jahrhunderts.
Der Ort wurde während des zweiten Viertels des III. Jahrhunderts wieder bewohnt. Von dieser Zeit wurde eine große Menge römischer Keramiken gefunden. Es wird vermutet, dass der hellenistische Tempel und die Gebäude in seiner Nähe in ein befestigtes römisches Landhaus umgebaut wurden. Im Landhaus wohnte ein einheimischer reicher Aristokrat. Das Landgut wurde in den Jahren 267 – 269 niedergebrannt, als die Barberen-Goten in die Rhodopen eindrangen. Am Ende des ІІІ. Jahrhunderts wurde das Landgut wiederaufgebaut.
Eine neue Entwicklungsperiode fängt im ІХ – Х. Jahrhundert an. Zu dieser Zeit wurden die nächsten Umgestaltungen durchgeführt. Die mittelalterliche Nekropole zeugt von der letzte Etappe des Lebens auf dem Hügel in der Nähe des Dorfs Tatul. Von dieser Nekropole wurden 8 Gräber erforscht. Die Nekropole existiert seit spätestens Mitte ХІІІ. Jahrhunderts und verzeichnet das Ende des jahrhundertealten Lebens im Tempel in der Nähe von Tatul.
Das Objekt ist offen für Besichtigungen. Das Objekt wird durch eine Wache geschützt und steht unter ständiger Videobeobachtung.
Im Jahr 2011 fand der Wettbewerb „Wunder von Bulgarien” statt und nach einer elektronischen Abstimmung wurde das Objekt als eines der 10 Wunder Bulgariens ausgewählt.

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