Sveta Gora von Sofia

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Mit dem Bau der Klostergruppe Mala oder anders genannt Sveta Gora begann man im 13 Jahrhundert. Zu dieser Zeit wurden auch die meisten Klöster im Gebiet um Sofia errichtet. Die 14 Klöster, die dazu gehören, befinden sich im Bereich des Vitoscha-Gebirges und der benachbarten Gebirgen. Sie entstanden im Laufe mehrerer Jahrhunderte. Das Hauptkloster war ursprünglich das Kloster von Bistritsa. Bis heute erhalten ist dort die Kirche Sveti Georgi im Dorf Bistritsa. Die bedeutsamsten Klöster befanden sich in den Bergen um Sofia und sind zum Teil noch erhalten. Dazu gehören das Kloster von Dragalevo „Hl. Mutter Maria“, das Kloster von Kokalyan „Hl. Erzengel Miachel“, das Kloster von Cherepish „Maria Himmelfahrt“, Das Kloster von Etropole „Dreiheiligen“, das Kloster von Osenovlag „Hl. Mutter Gottes“ u.a.
Nicht weit davon entfernt befinden sich auch andere sehenswerte Klöster, die nicht zu dieser Gruppe gehören. Nennenswert sind hier das Kalkaser Kloster „Hl. Petka“, das Kloster von Radibosh „Dreiheiligen“, Das Kloster von Zemen „Johannes der Theologe“, das Kloster von Peshtera „Hl. Nikolaus“, das Kloster von Bilintsi „Hl. Erzengel Michael“, das Kloster von Gigintsi „Hl. Kosmas und Damiyan – Die Silberlosen“, sowie andere Klöster aus der Gegend von Tran und Godech.
Um die Klöster von Sveta Gora bildeten sich geistige und kulturelle Zentren, diese wurden später zu Ortschaften und gehören heute zu der Stadt Sofia.
Das Kloster von Cherepish „Maria Himmelfahrt“ befindet sich im Bereich der Iskar-Schlucht, die das Balkangebirge durchquert und liegt etwa 2 km südwestlich des Dorfs Lyutinbrod und 29 km südöstlich der Stadt Vratsa. Gebaut wurde es zur Zeit des Zaren Ivan Shishman (hat regiert von 1371 bis 1393). Die Wohngebäude, die man heute noch besichtigen kann wurden im Jahr 1836 gebaut. Im Jahr 1784 wurde in den Felsen über dem Kloster ein zweistöckiges Beinhaus untergebracht, dessen Kapelle den Namen vom “Hl. Johannes der Täufer“ trägt. Mitte des 19 Jahrhunderts wurden die Gebäude durch ein Erdbeben oder Brand zerstört und wurden in den folgenden Jahren wieder errichtet. Der Festtag hier ist der 15. August, der Tag der Hl. Maria Mutter Gottes.
In der Nähe des Viertels Dragalevtsi in Sofia etwa 1,5 km weiter in südwestlicher Richtung befindet sich das Kloster von Dragalevtsi „Hl. Maria Vitoshka“. Gegründet wurde es vom Zaren Ivan Alexander (hat regiert von 1331 bis 1371) im Jahr 1341 und blieb nach der Osmanischen Invasion im Jahr 1382 unversehrt. Im Jahr 1476 wurde es restauriert und mit Wandmalerei versehen. Zum Gebäudekomplex gehören eine Kirche, mehrere Wohn- und landwirtschaftliche Gebäude. Im 17 Jahrhundert gab es hier auch eine Klosterschule. Die Heiligenstätte wurde auch von dem Revolutionären Vasil Levski (1837 – 1873) als Zufluchtsort aufgesucht. Das Kloster wurde zu nationalem Kulturdenkmal erklärt. In der Bibliothek des Klosters werden alte Drucke liturgischer Bücher und eine Abschrift des vierten Evangeliums aus dem Jahr 1534 aufbewahrt. Der Festtag hier ist der 15. August, der Tag der Hl. Maria Mutter Gottes.
Das Kloster von Kokalyane „Hl. Erzengel Michael“ liegt einige Kilometer vom Dorf Kokalyane im östlichen Teil des Plana Gebirges. Früher hab es eine Straßenverbindung zwischen diesem Kloster und den Klöstern von Bistritsa, Dragalevsko und Boyana. Unweit davon befand sich auch die Festung Urvich, die als eine der letzten Festungen bei der Eroberung durch die Osmanen fiel. Das Kloster von Kokalyane wurde während des Zweiten Bulgarischen Reiches (1185-1393) gebaut und bei der Osmanischen Invasion zerstört. Im 14 Jahrhundert wurde es wieder errichtet. In der Zeit des 14. bis 19. Jahrhundert wurde oft angegriffen und geplündert. Im Jahr 1898 wurde die Kirche wieder errichtet. Von der alten Kirche ist bis heute nur eine im Stein gravierte Schrift erhalten. Zum Gebäudekomplex gehören die Kirche, die Kapellen „Maria Himmelfahrt“ und „Hl. Johann vom Rila Gebirge“, mehrere Wohn und landwirtschaftliche Gebäude sowie der Glockenturm, der im Jahr 2000 erbaut wurde. Hier wird auch der berühmte Sammelband von Kokalyan aus dem 16 Jahrhundert aufbewahrt sowie Reliquien, die in Zusammenhang mit dem letzten bulgarischen Herrscher aus dem Mittelalter – dem Zaren Ivan Shishman (hat von 1371 bis 1395 regiert) hängen.
Das Kloster hat zwei Festtage – am 8. November, der Tag des Erzengels Michael und der 15. August, der Tag der Hl. Maria Mutter Gottes. Das Kloster wurde zu nationalem Kulturdenkmal erklärt.
Das Kloster von Etropole „Dreiheiligen“ befindet sich 6 km östlich der Stadt Etropole. Es wird angenommen, dass es im 12. Jahrhundert gebaut wurde. Zum Gebäudekomplex gehören eine Kirche sowie Wohn und landwirtschaftliche Gebäude. Die Kirche wurde im Jahr 1859 gebaut. Zum Gebäudekomplex gehören auch zwei Kapellen – die des „Hl. Johannes der Täufer“ und der „Hl. Kosmas und Damiyan“. Vom 16. bis 17. Jahrhundert war das Kloster das größte geistliche Zentrum Nordbulgariens. In unmittelbarer Nähe befindet sich auch die Karstquelle Varovits mit einem schönen Wasserfall. Das Kloster wurde zu nationalem Kulturdenkmal erklärt. Festtag hier ist am Tag der „Dreiheiligen“.
Das Kloster von Osenovlag „Hl. Maria Mutter Gottes“ ist bekannter unter dem Namen „die sieben Altare“. Es liegt am Fuße des Balkangebirges, 15 km von Eliseyna entfernt. In der Nähe hat die Festung Latinsko Kale existiert.
Der Legende nach wurde das Kloster im 11 Jahrhundert gebaut und wurde danach mehrmals zerstört und wieder errichtet. Die heute existierende Kirche wurde zuletzt im Jahr 1815 wieder gebaut. Ihren Namen trägt sie aufgrund der sieben Altäre, die die Kirche schmücken. Diese sind mit Wänden voneinander getrennt und bilden ein Kreuz. Einzigartiges Kulturdenkmal ist der Kronleuchter aus Holz „Reigentänzer“, der aus 15 Einzelteilen besteht und ein Geschenk der Dorfbewohner von Leskov Dol ist.
Festtag hier ist der 8. September – der Geburtstag der Hl. Maria Mutter Gottes.

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