Archäologisches Museum – Stadt Burgas

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Das Archäologische Museum in Burgas ist dem Regionalen Geschichtsmuseum der Stadt angeschlossen, zu dem ferner das Ethnografische-, das Naturkunde- sowie das Historische Museum gehören.
Das Archäologische Museum ist im Gebäude des Mädchengymnasiums untergebracht, das 1894 erbaut wurde. Architekt des Gebäudes ist der Schweizer Hermann Mayer, der vor allem Bankbauten in Sofia, Plovdiv und Ruse projektierte.
Die Museumsausstellung umfasst Gegenstände aus den prähistorischen Siedlungen der Region aus dem IV.- V. Jahrhundert v. Chr. als auch aus antiken Städten aus der Epoche Altthrakiens, der griechischen Kolonialisierung der Schwarzmeerküste sowie aus der Zeit des Römischen Reiches.
Die ältesten im Museum gezeigten Funde sind Stein-, Feuerstein- und Knochenwerkzeuge aus der Neu- und Kupfersteinzeit, die in den erforschten Siedlungshügeln freigelegt wurden. In der Burgaser Bucht wurden versunkene Siedlungen aus der Bronzezeit (III. Jahrtausend v. Chr.) entdeckt. Die zahlreichen Steinanker unterschiedlicher Größe sind ein Beweis für die bereits in dieser frühen Epoche entwickelte Schifffahrt in der Bucht. Der unweit des Dorfes Cherkovo, Raum Burgas, entdeckte Barren minoischen Typs ist ein Beweis für Handelskontakte der Thraker zum Mittelmeerraum im XV.-XIII. Jahrhundert v. Chr.
Ebenfalls im Museum ausgestellt ist eine in der antiken Siedlung Antiy, nahe dem heutigen Flottenstützpunkt von Burgas, freigelegte Apollon-Statue.
Besonders interessant ist der dritte Saal des Archäologischen Museum, wo das thrakische Kultleben zur Zeit der römischen Herrschaft in Thrakien (I.-III. Jahrhundert) veranschaulicht wird. Aus dieser Epoche stammt der Schatz, der in einem thrakischen Hügelgrab bei Pomorie freigelegt wurde, in dem die thrakische Priesterin Leseskepra per Feuerbestattung beigesetzt wurde. Ihr Name ist in griechischen Buchstaben auf ein Paar Goldohrringe eingraviert. Darüber hinaus umfasst die Sammlung Marmorreliefs und Statuetten verschiedener Gottheiten, allen voran der  thrakische Hauptgott – der Thrakische Reiter.
18 km von Burgas entfernt befinden sich unweit des heutigen Dorfes Debelt die Überreste der antiken Stadt Deultum. Die bei den Untersuchungen freigelegten Funde – Münzen, Keramik, Schmuck – sind im Museum ausgestellt. Von den Ausgrabungen am Siedlungshügel Burgas in der Gegend Solna Niva (Salzwiese) sind im Museum zahlreiche Keramikgefäße zu sehen, die teils im Haushalt, teils zu rituellen Zwecken verwendet wurden.
Ferner verfügt das Museum über eine Außenanlage. Zu den wertvollsten Exponaten gehört eine einzigartige thrakische Grabstätte – „Dolmen“, die aus dem XIII. Jahrhundert v. Chr. datiert und aus dem Dorf Belevren stammt. Ferner können die Besucher Gedenk- und Grabstelen aus Marmor besichtigen, die mit verschiedenen Ethnien verbunden sind, welche vom XVII. – Anfang XX. Jahrhundert in Burgas lebten – Bulgaren, Griechen, Juden, Armenier, Türken.
Im Museum sind Informationsmaterialien erhältlich.

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