Momchilovtsi

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Das Dorf Momchilovtsi befindet sich in Südbulgarien, im Herzen des Rhodopengebirges. Es liegt hoch im Gebirge auf einer Höhe von 1070-1280 m über dem Meeresspiegel. Es ist 250 km von Sofia, 96 km von Plovdiv und 14 km von der nächst liegenden Stadt Smolyan entfernt. Nicht weit davon befindet sich auch der Winterskikurort Pamporovo. Momchilovtsi ist ein beliebtes Ausflugsziel für Ökotourismus.
Zahlreiche archäologische Funde, die bei der Bodenbearbeitung entdeckt sind, zeugen davon, dass das Leben in Momchilovtsi von der Bronzezeit datiert. Der mittelalterliche Name des Ortes ist unbekannt. Im XIV. Jahrhundert wurde Momchilovtsi von Osmanen erobert und Oberes Dereköj (Dorf in der Schlucht) benannt. Der heutige Name trägt das Dorf seit 1934, als ihm der Name von Momchil Junak – des letzten christlichen Herrschers der Mittelrhodopischen Region verliehen wurde. Im Zeitraum XV. – XVIII. Jahrhundert, als der Bevölkerung von Rhodopen Islam unter Druck aufgezwungen wurde, gelingt es Momchilovtsi, einem kleinen Dorf, Christentum beizubehalten. In der Zeit der bulgarischen Wiedergeburt (XVIII. – XIX. Jh.) nimmt Momchilovtsi an nationalen Wiedergeburtskämpfen um die bulgarische Kirche, bulgarische Schule und um die nationale Unabhängigkeit teil.
Im Jahre 1834 bekommt das Dorf die Erlaubnis, eine Kirche zu errichten. Die Kirche, genannt „Heilige Konstantin und Elena”, wurde 1836 eingeweiht. Am 21. Mai, dem Namenstag der Heiligen Konstantin und Elena, hat die Kirche Feiertag. Bei der Kirche wurde kirchliche Schule vom Mönchspriester Grigori eröffnet, der bis heutzutage als Heiliger von der christlichen Bevölkerung in den Mittelrhodopen geehrt wird (Mönch vom Heiligen Berg Athos). Der schafft s.g. griechische Transkription (Schreibung der Wörter aus dem rhodopischen Dialekt mit Buchstaben des griechischen Alphabets). In dieser „Schrift” übersetzt er griеchische Gottesdienstbücher und alphabetisiert Schüler aus kirchlichen Schulen in Momchilovtsi und in umliegenden christlichen Dörfern. Nach 1867 entwickelt sich die kirchliche Schule im Dorf allmählich als bulgarische und weltliche Schule.
Momchilovtsi als der Bestandteil von Mittelrhodopen wurde Bulgarien nach dem Balkankrieg von 1912 angegliedert. Die Hauptbeschäftigung in den Rhodopen seit der Antike bis zur Mitte des XX. Jh. ist Schafzucht. Am meisten verbreitet und entwickelt waren in Momchilovtsi solche Handwerke wie Bau, Nähwerk, Wollstoffherstellung, Fischerei und Goldschmiederei.
Besuchswert ist das Historische Museum im Dorf. Hier werden Exponate aus den Abteilungen Archäologie, Wiedergeburt und Volkskunde aufbewahrt, die mit der Geschichte des Dorfes verbunden sind. Das Museum wurde im Jahre 1964 mit Hilfe aller Einwohner aufgebaut und besteht hauptsächlich aus Exponaten, die von Dorfeinwohnern geschenkt sind. Das Museum verfügt über eine kleine Bildgalerie.
Momchilovtsi bietet eine Reihe von Unterhaltungen und Sportmöglichkeiten. Unweit des Dorfes befindet sich das Sportzentrum, wo man Wintersportarten wie z.B. Ski, Snowboard fahren oder Fußwanderungen auf Gebirgswegen unternehmen kann. Im Sommersaison kann man Berge klettern, Mountainbikes, Trekkingräder fahren, Paintball spielen und anderes. Das Zentrum bietet viele Dienstleistungen wie z.B. Ausleihe von Skiausrüstungen und Skitrainingkurse. Nicht weit von Momchilovtsi, in der Gegend Gradishteto nahe des Dorfes Grad befindet sich die Momchil Festung. Man nimmt an, dass sie dem legendären Helden Momchil Junak gehörte.
Eine der fünf größten Anlagen zur Beobachtung von Himmelskörpern in Bulgarien befindet sich auch nicht weit von Momchilovtsi. Es handelt sich um das Nationale Astronomische Observatorium Rozhen.

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