Lovech

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Die Stadt Lovech liegt im Zentralteil Nordbulgariens, 150 km von Sofia entfernt. Lovech hat rund 38.000 Einwohner. Das Klima ist gemäßigt kontinental, mit warmen Sommern und kalten Wintern. Die mittlere Januar-Temperatur liegt bei -1,5°C, die mittlere Juli-Temperatur beträgt 23°C.
Lovech ist eines der ältesten Siedlungsgebiete Bulgariens. Die Stadt wurde auf den Überresten der thrakischen Siedlung Melta und der römischen Stadt Präsidium erbaut. Die Festung Hisarya entstand während des Ersten Bulgarenreiches (681- 1018). Hier wurde 1187 der Friedensvertrag zwischen Bulgarien und Byzanz unterzeichnet und damit der Grundstein für das Zweite Bulgarenreich gelegt sowie das Ende der zwei Jahrhunderte währenden byzantinischen Fremdherrschaft besiegelt.
Während der osmanischen Eroberungszüge ist Hisarya eine der Festungen, die am längsten gegen die Eindringlinge standhält.
Auch unter dem osmanischen Joch gelingt es der Stad, ihr Wirtschafts- und Kulturleben aufrecht zu erhalten. Im XVII. Jahrhundert blüht der Handel – die Stadt ist ein wichtiges Handelszentrum auf bulgarischem Boden, die Lovecher Kaufleute reisen weit über die Grenzen des Osmanischen Reiches hinaus.
In der Lovecher Altstadt – dem Stadteil Varosha- befinden sich der ethnografische Komplex sowie das Haus-Museum „Vasil Levski“. Lovech war der Sitz des internen Revolutionskomitees von Vasil Levski (1837-1873) zur Befreiung von der osmanischen Fremdherrschaft. Die engen Kopfsteinpflastergassen von Varosha und die authentische Atmosphäre führen die Touristen zurück in die Vergangenheit. Im höchstgelegenen Teil der Altstadt befinden sich die Ruinen der Hisarya-Festung. Unweit der Festung erhebt sich zudem das Vasil-Levski-Denkmal.
Über die Geschichte der Stadt und der Region erzählt auch das Geschichtsmuseum der Stadt. Das Wahrzeichen von Lovech ist die überdachte Brücke über den Osam- Fluss, die die Lovecher Altstadt mit der Neustadt verbindet. Die 1872-74 vom berühmten bulgarischen Baumeister der Wiedergeburt Kolyu Ficheto erbaute Brücke beherbergt heute zahlreiche Souvenirläden.
Im Stadtteil Varosha befinden sich zudem die Kunstgalerie und die Kathedralkirche „Sveta Nedelya“, deren Fresken aus dem Jahr 1873 datieren. Die Kirche hat Kulturdenkmalstatus (Protokoll Nr. 7 / 25.11.1999 des Nationalrates für Kulturdenkmalschutz NSOPK).
Am Ufer des Osam-Flusses breitet sich der Park „Bash Bunar“ aus. An den felsigen Flussufern gibt es zahlreiche kleine und große Höhlen. In zwei der Höhlen – „Vasil Levski“ und „Tabashkata“ – wurden Knochen und Gegenstände aus dem Paläolithikum und der Bronzezeit entdeckt. Der Park ist ein angenehmer Ort für Spaziergänge und Entspannung.
Auch der Stratesh-Hügel lädt zu Spaziergängen ein. Er wurde zu einem Erholungspark umgestaltet, der u.a. den Lovecher Zoo beherbergt. Auch erinnern hier zwei Denkmäler an die Gefallenen im Russisch-Türkischen Krieg von 1877-78.
Auch das Gasthaus „Karkinsko Hanche“, wo Vasil Levski von den osmanischen Häschern gefasst wurde, ist heute ein Museum. Es liegt 19 km vor den Toren der Stadt und ist eines der 100 nationalen touristischen Objekte.
18km von Lovech entfernt liegt zudem die Devetashka-Höhle. Sie ist die größte der 60 Höhlen auf dem Gebiet des gleichnamigen Plateaus. Besonders beeindruckend ist die Kaskade aus Seen und Wasserfällen im Inneren der Höhle. Ein weitere Natursehenswürdigkeit im Lovecher Umland sind die Krushinski-Wasserfälle – die höchste Travertin-Kaskade Bulgariens. Durch die Kaskade führt ein Öko-Weg mit Brücken und Treppen, über den die Besucher zu Aussichtsplätzen über und unter den Wasserfällen gelangen.
20 km von Lovech entfernt befindet sich eine der ältesten Siedlungen der Region – das Architekturreservat im Dorf Staro Stefanovo. Im Dorf gibt es über 100 Gebäude aus der ersten Hälfte des XIX Jahrhunderts mit Kulturdenkmalstatus.
In der Stadt kann man in etlichen Hotels übernachten. Die Dörfer im Umkreis des Devetashko-Plateaus haben sich erfolgreich dem Landtourismus verschrieben und empfangen ihre Gäste in attraktiven Landhäusern.

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