Museum für Bildung, Stadt Gabrovo

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Das Museum für Bildung in Gabrovo ist das einzige in seiner Art in Bulgarien. Das Gebäude beherbergt das erste bulgarische Gymnasium – das Aprilovska-Gymnasium.
In fünf Ausstellungsräumen wird die Entwicklung des bulgarischen Bildungswesens erläutert – von den Anfängen der slavischen Schrift bis hin zur Bildung in der Gegenwart, den 90er Jahren des 20. Jh.
Der erste Raum umfasst den Zeitraum vom 9.J h., als die slavische Schrift entstand, bis zum Jahre 1835. Hier können auch die ersten schriftlichen Versuche der Bulgaren, noch vor der Entstehung der Kyrilliza (das kyrillische Alphabet), gesehen werden. Die populärste Ausbildungsform war die Kloster- und die Gesamtschule. Aus der Periode sind viele interessante Schreibwerkzeuge erhalten geblieben. Der zweite Saal ist der „neubulgarischen Bildung“ und Erziehung gewidmet und umfasst den Zeitraum von 1835 bis zur Befreiung des Landes im Jahr 1878. Das ist die Zeit, in der die bulgarische Bildung eine schnelle Entwicklung erfuhr und sich an Europa messen konnte. In dieser Periode finanzierte sich die Bildung aus Spenden und Mitteln des Volkes. Viele Schulen, Gymnasien und spezialisierte Einrichtungen öffneten ihre Tore. Dank der erhaltenen Gegenstände aus dem Aprilovska-Gymnasium und reichlicher Spenden aus dem ganzen Land, wurde im Museum die Nachbildung eines Klassenzimmers errichtet, wobei einige der besterhaltenen und beeindruckendsten Lehrwerkzeuge jener Zeit ausgestellt werden konnten. Hier kann man ein interessantes Gerät sehen, genannt Tellurium, das im Astronomieunterricht verwendet wurde. Der dritte und vierte Ausstellungsraum umfasst die Zeit von 1878 bis Ende des 20. Jh., in der die bulgarische Bildung das Erbe der Lernmethoden der Nationalen Wiedergeburt antrat und sie erfolgreich mit international angewandten Lernpraktiken verband. Die Bildung erreichte alle Bevölkerungsschichten und Bulgarien nahm den ersten Platz auf der Balkanhalbinsel in Bezug auf die Alphabetisierung ein. Nach dem Zweiten Weltkrieg beeinflusste die sozialistische Ideologie und das sowjetisch-pädagogische System stark die Schulen und die höheren Bildungseinrichtungen. Ende des 20. Jh. entstanden auch die ersten privaten Schulen und Universitäten.
Im fünften und letzen Ausstellungsraum wird eine Gesamtschule nachempfunden. Das Klassenzimmer ist bis ins kleinste Detail dargestellt, einschließlich dem sogenannten „Gefängnis“ – ein Raum, der zur Strafe für die Schüler diente und sich unter dem Lehrerpult befand.
Im Museum können Informationsmaterial und Souvenirs erworben werden.

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