Naturdenkmal Ritlite

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Ritlite ist eine Naturattraktion, sie nimmt eine Fläche von 123 Hektar am linken Ufer des Flusses Iskar oberhalb des Dorfes Lyutibrod ein. Es sind vier fast parallel angeordnete steile 200 m lange Felsen, unter denen eine Eisenbahnlinie verläuft.
Sie wurden ins Register geschützter Gebiete und Zonen in Bulgarien mit Anordnung Nr. 9733 vom 27.05.1938 aufgenommen und sind in den Naturpark  „Vrachanski Balkan” eingegliedert.
Die Bezeichnung dieses Naturphänomens entstand aus der Ähnlichkeit seiner Form mit den Wagenleitern (Ritlite).
An den Felsenkämmen sieht man Ruinen der alten Festungsmauern – östlich der Felsen befand sich einst die Siedlung Korintgrad, von hiesigen Einwohnern Koritengrad genannt. In der Umgebung von Koritengrad wurden Überreste von über neun mittelalterlichen bulgarischen Kirchen entdeckt, darunter auch frühchristliche Basilika aus dem V. – VI. Jh. Am besten ist die Kirche „Hg. Georg“, datiert vom X. – XII. Jh., erhalten geblieben. Seit dem ХVІІ. Jahrhundert existierte Koritengrad nicht mehr; die Einwohner sind in verschiedene Richtungen ausgesiedelt, ein Teil von ihnen begründeten das heutige Dorf  Lyutibrod. In der Nähe von „Ritlite” befindet sich die historische Gegend Rashov Dol. In dieser Gegend wurde die letzte organisierte Schlacht der Botev Freischar nach dem Tode des Anführers während des Aprilaufstandes (1876) ausgetragen. Im oberen Teil der Wiese liegt der alte Schafstall, in dessen Nähe damals Kämpfe geführt wurden. Daneben gibt es eine kleine  Paraklese, und weiter unten ist eine Gedächtnistafel angeordnet. Jedes Jahr findet am 3. Juni in „Rashov Dol” eine Rekonstruktion der letzten Schlachten der Freischar statt.
Das Dorf Lyutibrod befindet sich in unmittelbarer Nähe der „Ritlite”, 10 km von Mezdra und 16 km von Vratsa entfernt, auf einer Höhe von 320 m über dem Meeresspiegel. 2 km südlich des Dorfes liegt das Cherepish Kloster „Mariä Himmelfahrt”. Das Kloster entstand zu der Regierungszeit des Zaren Ivan Shishmann (1371 – 1393), es wurde  mehrmals zerstört und dann wiederaufgebaut. 28 km von Lyutibrod befindet sich noch ein Kloster  – Osenovlashki Kloster „Heilige Jungfrau”, mehr bekannt unter dem Namen „Sieben Thrones”.
In dieser Gegend gibt es markierte touristische Wanderwege. Einer davon führt von der Hütte „Okolchitsa” bis zum Dorf Lyutibrod und folgt weiter den Spuren der Botev Freischar nach dem Tode von Botev. Zusätzliche Informationen über weitere markierte Wanderwege, über Führungen, Unterkunft usw. können die Touristen im Naturschutzzentrum „Natur” bekommen, das sich in der Stadt Vratsa befindet.

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